Entstehung und Entwicklung
Der Friedhof wurde 1931 nach Plänen von Hermann Leitenstorfer errichtet. Die ursprünglich geplante Größe von 100.000 Gräbern erklärt die monumentale Trauerhalle; heute nennt die Stadt rund 21.600 Grabstätten auf 28,15 Hektar. Ehrenhaine und die Gräber von Mitgliedern der Weißen Rose erinnern an Opfer des Nationalsozialismus.
Der Standort liegt in München.
Mit rund 28,15 Hektar lässt sich die Ausdehnung des Friedhofs am Perlacher Forst in München vor dem Besuch besser einschätzen.
Die heutige Besucheradresse Stadelheimer Straße 24, 81549 München verankert diese Entwicklung im aktuellen Stadtgebiet und ist zugleich der Ausgangspunkt für die praktische Erkundung.
Gestaltung und heutiger Charakter
Alter Baumbestand und Hecken gliedern den Friedhof an der Stadelheimer Straße. Die zwölfeckige Trauerhalle aus hellem Tuffstein ist 35 Meter hoch. Die Gräber der Geschwister Scholl und weitere Erinnerungsorte der Weißen Rose prägen einen historischen Besuch.
Auf dem Friedhof am Perlacher Forst in München bilden Wege, Vegetation, Gebäude, Grabdenkmale und Gedenkbereiche einen zusammenhängenden Erinnerungsraum. Zugleich bleibt die Anlage ein genutzter Friedhof. Wer historische Spuren betrachtet, sollte deshalb Abstand zu aktuellen Beisetzungen und privaten Grabstätten halten.
Geschichte im Gelände entdecken
Die interaktive Karte führt zu 68 Orientierungspunkten, darunter Eingang 4, Aussegnungshalle, KZ-Gedenkstätte Ehrenhain I, Ehrenhain KZ-Gedenkstätte. Achten Sie bei einem Rundgang über den Friedhof am Perlacher Forst in München auf Wegeachsen, ältere Felder, Kapellen, Gedenkbereiche und Übergänge zu späteren Erweiterungen. Nicht jeder geschichtlich interessante Bereich ist ein öffentliches Ziel; bleiben Sie auf den vorgesehenen Wegen.
Biografische Anknüpfungspunkte
Die Seite Bedeutende Grabstätten stellt ausgewählte, mit diesem Ort verbundene Personen und Erinnerungsorte vor, darunter Sophie Scholl, Franz Beckenbauer. Biografien ergänzen die bauliche und landschaftliche Geschichte um individuelle Lebenswege. Aktuelle Hinweise für einen Besuch erhalten Sie bei der Friedhofsverwaltung.